Stadlmayr Verkehrssysteme
Ein beliebter Anwendungsbereich für Induktionsschleifen ist die Zählung von Fahrzeugen. Besonders bei Parkflächen mit begrenzt verfügbaren Stellflächen ist es sinnvoll oder manchmal sogar erforderlich, eine sogenannte Differenzzählung zu installieren.
Die Fahrzeuge werden dabei sowohl an der Ein- als auch an der Ausfahrt des Parkplatzes durch Bodenschleifen detektiert. Dieses Signal wird einer Zählelektronik zugeführt, welche ständig die aktuelle Anzahl der Fahrzeuge auf dem Parkplatz berechnet.
Ist ein vorgegebener Maximalwert erreicht, sperrt die Elektronik die Schranke an der Einfahrt so lange, bis wieder ein Fahrzeug den Parkplatz verlässt. Gleichzeitig mit dieser Sperre wird eine Ampel auf Rotlicht geschaltet, um den Fahrzeuglenkern zu signalisieren, dass eine Einfahrt derzeit nicht möglich ist.
Die Herausforderung liegt in der korrekten Erfassung der Fahrzeuge durch die Bodenschleifen bzw. in der Auswertung der Schleifensignale. Autolenker reagieren meist sehr ungehalten, wenn die Schranke bei Rotlicht die Einfahrt verweigert, von außen aber noch 15 freie Parkplätze zu sehen sind. Deshalb ist es wichtig, für eine möglichst fehlerfreie Erfassung der Belegung Sorge zu tragen.
Ablauf der Zählung und dabei auftretende Probleme
Eine einzelne Induktionsschleife erzeugt bei der Fahrzeugüberfahrt ein Signal, welches der Zählelektronik zugeführt werden kann. Das Problem dabei ist jedoch, dass diese Schleife bei jedem beliebigen Signal einen Zählimpuls auslöst. Das bedeutet: Auch reversierende Fahrzeuge oder Fahrzeuge, die die Schleife nicht vollständig überfahren, sondern nur kurz auslösen, weil sie bis zum geschlossenen Schrankenbaum vorfahren, lösen ein Zählsignal aus.
Zählmodul mit Bedienerschnittstelle
Ein nicht zur Einfahrt berechtigtes Fahrzeug löst beim Vorfahren bis unter den Schrankenbaum einen unerwünschten Zählimpuls aus
Als Gegenmaßnahme wird eine separate Zählschleife weiter innenseitig verlegt. Nun besteht aber die Gefahr einer fehlerhaften Zählung, z. B. bei reversierenden Fahrzeugen, die aus Stellplätzen ausparken
Man sieht also, dass eine fehlerfreie Zählung mit nur einer Induktionsschleife nicht funktionieren kann. Zur Lösung des Problems werden nun zwei Bodenschleifen im Abstand von einem Meter hintereinander installiert.
Dazu programmieren wir ein Zählmodul, welches folgenden Ablauf der Schleifendurchfahrt erwartet:
Zwei Zählschleifen und eine Elektronik, die einen vorprogrammierten
Durchfahrtszyklus erwartet.
Die Zählung arbeitet nun schon sehr gut. Radfahrer können beide Schleifen gleichzeitig in der Regel nicht belegen, bzw. erzeugen keinen korrekten Ablauf der Durchfahrt und werden daher von der Zählung ignoriert. Reversierende Fahrzeuge oder Fahrzeuge die keine komplette Überfahrt durchführen, werden ebenfalls nicht gezählt. Leider gibt es noch einige Situationen die zu unkorrekten Zählvorgängen führen können:
Ein knapp nachschleichendes Fahrzeug befährt Schleife 1 bevor Schleife 2 wieder frei werden kann
Ein PKW mit Anhänger erzeugt eine undefinierte Signalfolge, welche die Zählung nicht korrekt interpretieren kann.
Das Problem mit hintereinander fahrenden Fahrzeugen kann durch einen gut programmierten Algorithmus gelöst werden. Ebenso das Problem, wenn nur eine Fahrbahn für beide Fahrtrichtungen zur Verfügung steht.
Nun aber die schlechte Nachricht:
Es gibt keine absolut fehlerfreie Fahrzeugzählung.
Manchmal entstehen Situationen, die selbst durch eine noch so ausgefeilte Software nicht gelöst werden können. Deshalb gibt es bei jeder professionellen Fahrzeugzählung Möglichkeiten, den Zählerstand manuell zu korrigieren.
In der Praxis sollte der Zählerstand daher – je nach Parkplatzgröße und Fahrzeugtypen – wöchentlich oder monatlich überprüft und manuell abgeglichen werden. Die Korrektur kann bei unseren Zählmodulen entweder direkt am Bedienfeld oder, bei bestehender Netzwerkverbindung, auch aus der Ferne durchgeführt werden. Alternativ kann die Zählelektronik bei Parkflächen, die in den Nachtstunden nicht genutzt werden, den Zählerstand um Mitternacht automatisch auf Null setzen.
Das Zeitalter der Induktionsschleifen neigt sich langsam dem Ende zu und neue Technologien drängen nach vorne. Der intelligente Radarscanner MWD ist ein hervorragendes Beispiel dafür. Im Gegensatz zu herkömmlichen Induktionsschleifen erfordert die Installation des Scanners keinerlei Bearbeitung des Fahrbahnbelags.
Das bedeutet für Sie: Kein aufwendiges Fräsen der Asphaltschicht, kein Staub durch Schneidarbeiten und keine langwierigen Sperrungen der Zufahrt während der Montage. Der kompakte Scanner wird einfach direkt am Schrankengehäuse montiert und ist durch sein robustes Gehäuse optimal gegen Vandalismus geschützt.
Die spezielle Funktion zur Durchfahrtserkennung ermöglicht eine präzise Zählung, indem sie einen Impuls ausgibt, sobald ein Fahrzeug den Absicherungsbereich in Fahrtrichtung verlässt. Dabei unterscheidet die moderne Millimeterwellen-Technologie sicher zwischen Personen und Fahrzeugen, um Fehlzählungen durch Fußgänger effektiv zu vermeiden.
Die Auswertung der Zählimpulse erfolgt hier ebenfalls über unser Zählmodul mit Bedienschnittstelle. Damit wird eine einfache Vorgabe der verfügbaren Stellplätze und eine schnelle Korrektur des Zählerstandes ermöglicht.
Die gesamte Konfiguration und Diagnose des Radarscanners erfolgen dabei zeitgemäß und komfortabel per Mobile App via Bluetooth.
Die intelligente Abtastung der Fahrzeugkontur ermöglicht eine zuverlässige Erfassung und Zählung von Fahrzeugen, ohne Fräsarbeiten an der Fahrbahn.
Jedes erfolgreiche Projekt beginnt mit einem Gespräch
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