Stadlmayr Verkehrssysteme
Die Erfassung einspuriger Fahrzeuge wie Fahrräder und Motorräder durch Bodenschleifen gestaltet sich grundsätzlich problematisch.
Induktionsschleifen sowie deren Auswertgeräte reagieren auf Frequenzänderungen, die beim Überfahren der Schleife durch eine Metallmasse –zum Beispiel ein Auto –entstehen.
Je großflächiger die Schleife von Metall bedeckt wird, desto größer ist die resultierende Frequenzänderung und desto sicherer erfolgt die Erkennung.
Ein anschauliches Beispiel: Wird ein großes Stahlblech hochkant auf die Induktionsschleife gestellt, bleibt eine Reaktion aus. Liegt dasselbe Blech jedoch flach auf, spricht das Auswertgerät unmittelbar an.
Hinzu kommt, dass Induktionsschleifen unterschiedlich sensible Zonen aufweisen. Die höchste Dichte der magnetischen Feldlinien findet sich an den Eckpunkten, weshalb beispielsweise ein querendes Fahrrad dort eher erkannt wird als in der Mitte der Schleife.
Eine Induktionsschleife weist an den Eckpunkten die höchste Sensibilität auf,
die restlichen Zonen benötigen zur Erfassung eine höhere Bedämpfung,
weshalb Fahrräder manchmal nicht erkannt werden.
Das hochkant gestellte Blech bewirkt eine zu geringe Bedämpfung der Schleife.
Eine Erfassung ist schwierig.
Das gleiche Blech flach auf die Induktionsschleife gelegt bewirkt eine große Frequenzänderung und somit eine zuverlässige Detektion
Empfehlungen und Schlussfolgerung:
Um einen sicheren und unfallfreien Schrankenbetrieb für einspurige Fahrzeuge zu gewährleisten, ist ein separater, baulich getrennter Fahrstreifen für Fahrräder die beste Lösung. Unfälle mit Motorrädern an Automatikschranken sind selten, da Motorradfahrer in der Regel beim Umgang mit Schranken, Toren und Absperrvorrichtungen vorsichtig handeln. Radfahrer hingegen sind es gewohnt, sich durchzuschlängeln oder vorbeizudrängen und verlassen sich dabei oft auf die Reaktion anderer Verkehrsteilnehmer – eine Reaktion, die bei automatischen Schranken ausbleibt. Trotz technischer Maßnahmen kann es daher zu gefährlichen Situationen kommen.
Fazit:
Induktionsschleifen sind zur Erfassung oder Absicherung von einspurigen Fahrzeugen, insbesondere von Fahrrädern, ungeeignet. Für diese Fahrzeugkategorie müssen daher geeignete Sensoren installiert werden, die eine zuverlässige Erkennung gewährleisten.Die beste Lösung ist natürlich, Radfahrer vom Schrankenbereich fernzuhalten, indem eine separate Zufahrtsmöglichkeit geschaffen wird.
Probleme durch Sensitivitätseinstellungen
Statt eine geeignete Schleifengeometrie zu wählen, wird oft versucht, durch eine übermäßige Erhöhung der Empfindlichkeitsstufe am Auswertgerät eine zuverlässige Fahrraderfassung zu erreichen. Auf der höchsten Empfindlichkeitsstufe genügt bereits eine minimale Frequenzänderung von etwa 0,01 Prozent, um ein Signal auszulösen. Dies führt in der Praxis jedoch zu häufigen Störungen, da das Auswerterät auf kleinste Änderungen in der Umgebung reagiert und dazu neigt, sich physikalisch betrachtet „aufzuhängen“
Risiken bei automatischen Schranken Die Kombination aus automatischen Schranken und einspurigen Fahrzeugen ist mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Das Hauptproblem liegt beim ungeschützten Fahrer von Fahrrädern oder Motorrädern. Während ein Pkw seinen Fahrer durch das Dach und die Motorhaube schützt und eine kurze Vorlaufzone bietet, befindet sich der Fahrer eines einspurigen Fahrzeugs im Moment der Erfassung durch Schleife oder Lichtschranke direkt vor oder unter dem Schrankenbaum.
Fährt der Radfahrer direkt entlang der Seitenlinie über die Induktionsschleife, ist die Wahrscheinlichkeit einer Erkennung am größten.
Beim Befahren der Induktionsschleife im Mittelbereich wird ein Fahrrad dagegen meist nicht detektiert.
Die beste Möglichkeit einspurige Fahrzeuge zu detektieren, ist eine trapezförmige Schleife die im 45° Winkel zur Fahrbahn verlegt wird.
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